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Hier kommt noch ein kleiner Tipp für Nutzer des Browser-Plugins Evernote Web Clipper. Ich nutze den Evernote Web Clipper mit dem Google Chrome-Browser und Mac OS X. Mir ist aufgefallen, dass der Web Clipper Grafiken nicht mit in Evernote importiert, sondern nur die Links darauf. Dass eine Grafik nicht mit importiert wurde, kann man erkennen, indem man in der Evernote-Anwendung in einer per Web Clipper erstellten Evernote-Notiz mit der Maus über eine Grafik fährt. Wird der Mauscursor dann (auf dem Mac) zur Hand, ist die Grafik nicht mit importiert worden. Das selbe gilt, wenn man auf eine Grafik klickt und sie in einem Browserfenster geöffnet wird. Das Problem lässt sich jedoch lösen: man fährt mit der Maus auf die Grafik und ruft (auf dem Mac) im Kontextmenü den Punkt Bild kopieren auf. Dadurch wir eine echte Kopie in die Zwischenablage kopiert, die man dann in die Evernote-Notiz einfügen kann. Die ‚unechte Grafik‘ (Verknüpfung) kann man dann löschen. Das Problem fällt normalerweise ni...

Wissen konservieren und kuratieren mit dem Zettelkasten nach Niklas Luhmann

In meinem Artikel Gegen das Vergessen habe ich das Problem der Konservierung von Wissen angesprochen und eine Lösung in Form einer Leseliste vorgestellt, die das wiederholte Lesen von Büchern in Intervallen ansteigender Länge unterstützt. Das Thema hat mich aber weiterhin beschäftigt, und ich bin dabei auf eine gute Ergänzung gestoßen: den Zettelkasten nach Niklas Luhmann . Was ist der Zettelkasten? Der äußerst produktive Soziologe Niklas Luhmann hat seinen Zettelkasten (streng genommen waren es zwei Sammlungen von Zettelkästen) in den 1950ern gestartet, hatte also nur ‚analoge‘ Technik zur Verfügung. Wir haben es da heute viel einfacher, da uns die moderne Technik einige der Hürden, mit denen Luhmann zu kämpfen hatte, aus dem Weg räumt. Ich werde daher in diesem Artikel gleich die digitale Version vorstellen, so wie ich sie nutze. Die Idee beim Zettelkasten nach Luhmann ist, dass er so mit Wissen, Ideen und Gedanken ‚gefüttert‘ wird, dass er als Zweitgedächtnis dient, in d...

Bücher zum Paretoprinzip (80/20-Prinzip)

Dieser Artikel gehört zur Artikelserie über das Paretoprinzip. Zur Abrundung meiner Artikelserie über das Paretoprinzip habe ich noch eine Liste von Büchern zum Thema zusammengestellt. Es handelt sich dabei um die Werke von Richard Koch . Deutschsprachige Bücher Das 80/20 Prinzip Der Klassiker von Richard Koch in deutscher Übersetzung. Der Schwerpunkt dieses Buches liegt auf der Anwendung des Paretoprinzips im Unternehmen. Der 80/20-Entscheider: Der Königsweg zur Effektivität und persönlichen Freiheit Hier geht es, wie der Titel schon vermuten lässt, um die Anwendung des Paretoprinzips für Entscheider in Unternehmen. Englischsprachige Bücher Die drei Bücher von Richard Koch zum Thema im Original: The 80/20 Principle: The Secret of Achieving More with Less Living the 80/20 Way, New Edition: Work Less, Worry Less, Succeed More, Enjoy More The 80/20 Individual: How to Build on the 20% of What You do Best

Anwendungsbeispiel des Paretoprinzips: Stacked Ranking

Dieser Artikel gehört zur Artikelserie über das Paretoprinzip. In dem Artikel Der Nachbrenner für das Paretoprinzip: Rekursion habe ich die Anwendung der Rekursion bei der Paretokurve anhand des Beispiels von Vertriebsmitarbeitern dargestellt und ihre (theoretisch) unterschiedliche Leistungsfähigkeit gezeigt. Die ‚20%-Mitarbeiter‘ waren dabei für jeden Durchlauf ( Iteration ) jeweils 16 mal so produktiv wie die ‚80%-Mitarbeiter‘. Auf die Idee, die unterschiedliche Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter systematisch auszunutzen, sind – vor allem in den USA – schon etliche Firmen gekommen. Und eine dieser Spielarten möchte ich hier betrachten: das Stacked Ranking . Die Idee hinter dem Stacked Ranking (auch: Forced Ranking, Forced Distribution, Rank and Yank, Quota-Based Differentiation ) ist die, dass der Personalstamm eines Unternehmens zu 20% aus überdurchschnittlichen Top-Leistern ( A-Player ), zu 70% aus gut arbeitenden (produktiven, vitalen) Mitarbeitern ( B-Player ) und zu 1...

Der Nachbrenner für das Paretoprinzip: Rekursion

Dieser Artikel gehört zur Artikelserie über das Paretoprinzip. Kennen Sie die fraktalen Grafiken aus den 1980er Jahren, die in die man ‚hineinzoomen‘ konnte und die trotzdem immer gleich aussahen, die Apfelmännchen von Benoit Mandelbro t? Ihr Reiz beruhte auf dem Prinzip der Selbstähnlichkeit und der Anwendung der Rekursion . Was uns die schön anzusehenden Grafiken bescherte, ist auch ein echter Nachbrenner für das Paretoprinzip. Ein fraktales ‚Apfelmännchen‘ Was bedeutet es, wenn wir sagen, dass wir 80% des Ergebnisses mit 20% des Aufwandes erzielen? Lassen Sie uns ein Beispiel dazu betrachten: 20% der Mitarbeiter im Vertrieb erzielen 80% der Abschlüsse. Nehmen wir an, Sie haben in einem sehr großen Unternehmen zehntausend Vertriebsmitarbeiter und 100.000 Abschlüsse pro Jahr. Dann erzielen 2.000 Mitarbeiter aus dem Vertrieb 80.000 Abschlüsse bzw. einer dieser ‚20%-Mitarbeiter‘ 40 Abschlüsse jährlich. Für die 80%-Vertriebsmitarbeiter sieht die Rechnung hingegen so ...

Lineare Zusammenhänge vs. nichtlineare Zusammenhänge

Dieser Artikel gehört zur Artikelserie über das Paretoprinzip. In diesem Artikel möchte ich auf das Problem des Denkens in linearen Zusammenhängen eingehen. Diese Art des Denkens kann für die Lösung und Analyse vieler Probleme sehr hinderlich sein. Wir Menschen denken meist linear . Wenig Ursache führt zu wenig Wirkung, viel Ursache führt zu viel Wirkung. Als Diagramm sieht das dann so aus: Lineare Ursache-Wirkungs-Beziehung: wenig hilft wenig, viel hilft viel In vielen Bereichen unseres Leben ist das auch der richtige Ansatz. Wenn wir beispielsweise den Tank unseres Autos nur halbvoll machen, legen wir nur die halbe Strecke im Vergleich zu einer vollen Tankfüllung zurück. Ein anderes Beispiel: mit der doppelten Menge an Nahrung bekomme ich die doppelte Menge an Menschen satt. Das lineare Denken hat den Menschen früher bestimmt in der Mehrzahl der Fälle geholfen, ein Problem zu lösen, doch unsere Welt ist komplexer geworden. Viele für uns heutzutage wichtige Ursache-Wirku...

Wie man ein Paretodiagramm mit Google Tabellen erstellt

Dieser Artikel gehört zur Artikelserie über das Paretoprinzip. Im letzten Artikel habe ich beschrieben, wie man ein Paretodiagramm mit Microsoft Excel erstellt. Diesmal geht es darum, wie man das gleiche mit der Web-Anwendung Google Tabellen erreicht. Google Tabellen gehört zum Office-Paket von Google, das man mit einem Google-Account kostenlos nutzen kann. Google Tabellen bietet weniger Funktionen als das Office-Paket von Microsoft, benötigt aber nur einen Browser und unterstützt die simultane Bearbeitung von Dokumenten durch mehrere Anwender. Ich bediene mich hier des gleichen Beispiels wie in dem Artikel zu Microsoft Excel. Wieder erfassen wird unsere Daten in unserem Tabellenblatt: Gründe für Beschwerden über das Callcenter Wie schon beim Erstellen eines Paretodiagramms mit Microsoft Excel, sortieren wir auch hier wieder die Beschwerden nach absteigender Häufigkeit. Der erste Schritt dazu besteht darin, die Tabelle komplett zu markieren also auch die Überschrift....